Die Kashmir Kriege, indische Soldaten im Happy Valley und der Bürgerkrieg

Die Kashmir Kriege, indische Soldaten im Happy Valley und der Bürgerkrieg

Kashmir ist ein geteiltes Land und voller Leid.

Kashmir Kriege
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Kashmir, einst als das "Land, wo Gott lebt" und auch als "Paradies auf Erden" bekannt, ist leider zum größten Krisenherd unserer Erde geworden. Pakistan und Indien sind dazu noch Atommächte. An der Waffenstillstandslinie stehen sich über eine Millionen Soldaten gegenüber. Auch das Happy Valley ist von einer großen Zahl indischer Soldaten besetzt. Nach einer neuerlichen Ankündigung der indischen Regierung sollen diese aber nach und nach in den Städten durch kashmirische Polizisten ersetzt werden. Ich konnte bereits in Srinagar diese Entwicklung, zumindest teilweise, beobachten. Ob es nun für die nur noch in Ladakh anzutreffende Multireligiosität zu spät ist, bleibt abzuwarten. Im vergangenen Bürgerkrieg ist es zu viel Hass und Gewalt im Paradies gekommen, verbunden mit unbeschreiblichen Leid der Bevölkerung.
In Kashmir hatten im Laufe der Zeit viele Religionen ihre Blüte. Buddhismus, Hinduismus der Pandits und auch der Islam lösten sich zeitweise ab. So regierten abwechselnd Afghanen, die Sikh, Maharajas oder Mogule in Kashmir. Ich möchte hier nur einen kurzen Abriss zur Geschichte der Kashmir-Kriege wiedergeben. Weitere Informationen finden sie in den guten Büchern und Filmen auf der rechten Seite.

Kriege Kashmir 1947 griffen von pakistanischen Territorien aus bewaffnete Gruppen Kashmir an. Der damals regierende Maharadja rief Indien zu Hilfe, dessen Armee auch den Angriff stoppen konnte. Die Vereinten Nationen halfen, einen Waffenstillstand auszuhandeln. So endete dieser erste Krieg am 1. Januar 1949. Kaschmir ist nun durch die UN-Waffenstillstandslinie "Line of Control" geteilt und kein unabhängiger Staat mehr. Das Kaschmirtal, die Region Jammu und ein großer Teil von Ladakh gehören nun als Bundesstaat Jammu und Kashmir zu Indien. Die Nordgebiete und Azad Kashmir wurden Pakistan zugesprochen. Indien und Kashmir haben diese Grenze nie offiziell anerkannt und beanspruchen jeweils das gesamte ehemalige Kashmir. Bis heute ist es nicht zu der vereinbarten Volksabstimmung über eine zukünftige Staatszugehörigkeit gekommen. Heute überwacht die UN-Mission "UNMOGIP" die Line of Control.

Patrouille 1965 kam es zu einem erneuten Angriff durch pakistanische Mudschahedin, der zweite Krieg Indien gegen Pakistan begann. Dieser Kashmirkrieg verändert nach der Beendigung nicht die Grenzlinien beider Staaten.
Im 3. Krieg 1971, dem Bangladesch-Krieg kämpften Pakistan und Bangladesch (Ostpakistan) gegeneinander. Indien kämpfte auf der Seite von Bangladesch Ostpakistan. Aus dem Krieg ging Bangladesch als unabhängiger Staat hervor. Im Laufe der Zeit kommt es in Kashmir zur Bildung von bewaffneten Wiederstandsgruppen. Anschläge, Übergriffe und Erschießungen werden zur alltäglichen Tortour für die Bevölkerung. Schließlich müssen 1990 alle Pandits auf Anweisung von Gouverneurs Jagh Mohan schnellstmöglich Kashmir in Richtung Yammu verlassen. Menschen, die früher freundliche Nachbarn waren, wurden plötzlich zu gejagtem Freiwild.
Indische Armee Bemerkenswerte daran ist, Jagh Mohan ist selbst Hindu. Auch durften die Sikh in Kashmir bleiben. 1999 beginnt der 4. Krieg, der als Kargil-Krieg bekannt wurde. Bewaffnete besetzten von Pakistan aus in eisiger Winterkälte strategisch wichtige Bergregionen in Kashmir.

Heute leben im Kashmirtal 95% Muslime und 5% Sikh und Hindus. Es existiert auch wieder ein Grenzverkehr zwischen den Ländern Kashmir und Pakistan. Leben doch auch hier wie früher in Deutschland viele Menschen getrennt von ihren Angehörigen.
Kashmir, ein geteiltes Land und voller Leid.

Redaktionelle Bilder aus Kashmir auf Anfrage.


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