Ladakh im Himalaya im Norden von Indien

Ladakh im Himalaya im Norden von Indien

Ladakh  Ladakh  
Julley, so begrüßt man sich in Ladakh. Ladakh im Norden von Kashmir wird auch Kleintibet genannt. Es zählt zu den am höchsten besiedelten Gebieten der Erde. Hier in Nordindien im Himalaya leben Buddhisten (80%), Muslime (15%), Sikh, Hindus und auch Christen in sehr freundlichem Verhältnis miteinander. Und was in anderen Ländern, wie etwa auch im naheliegenden Kashmir, undenkbar ist, hier können Muslime und Buddhisten untereinander heiraten. Der Mann bestimmt in diesen Familien die jeweils weitergeführte Religion.
Überall flattern Gebetsfahnen, die buddhistische Gebete in die Bergwelt des Himalaya in Indien tragen und jeden freudig grüßen.
Ladakh, eine trockene Wüste im Himalaya. Nur die Gletscher sorgen mit Ihren kleinen wasserspendenden Flüssen für wenige grüne Oasen. Kaum Regen und auch im Winter wenig Schnee sorgen für ein trockenes Klima. Aprikosen, Äpfel, wohlschmeckender Reis und auch Gemüse reifen hier prächtig. Vom Oktober bis Mai sind die Straßen nach Ladakh über 7 Monate geschlossen und das Land ist vom Rest von Welt abgetrennt. Ebenso gibt es vom November bis Ende März keinen elektrischen Strom. Ein für uns Europäer kaum nachvollziehbarer Zustand. Vom Dezember bis 15. April sind zur Freude der Kinder auch Schulferien. Die Schulzeit beginnt für die Kleinen aber bereits im Kindergartenalter und dauert insgesamt 12 Jahre. So sollten Sie nach Ladakh nur die 4 Monate vom Juni bis September reisen.

Strom aus Dieselgeneratoren: Der Kraftstoff muss über einige der höchstgelegenen und gefährlichsten Straßen der Welt mühsam in die Provinzhauptstadt Leh und andere Orte transportiert werden. Mehrere Tage dauert die Fahrt der Lkw, drei Pässe müssen dabei überwunden werden. Der höchste ist mehr als 5.600 Meter hoch. Es wird neuerdings bereits Solarstrom eingesetzt.
Immer wieder Kriege in Kashmir: Die Hall of Fame bei Leh ist ein Museum der Armee und eine Gedenkstätte für die im Kargil-Krieg gefallenen Soldaten. Erinnerungsstücke, Bilder und Waffen während des Krieges in Ladakh machen einen sehr nachdenklich. Damals wurden auch, von besetzten Territorien in Höhen von 5000 Meter über NN aus, Fahrzeuge auf Straßen beschossen, so dass diese von Mauern geschützt werden mussten. Die Mauern stehen heute noch. Gut für den Weltfrieden: Indien hat nach der Rückeroberung der besetzten Gebiete nicht die Waffenstillstandslinie zu Pakistan überschritten. Längere Aufenthalte in über 5000 Meter Höhe waren für die eingesetzen Soldaten schon ohne Kämpfe unmenschlich und grausam.
Auch am Sindhu Gathi, einem heiligen Platz der Hindus, werden zum Sindhu Darshan Festival vom 15.-20. Aprill jedes Jahr am heiligen Fluss Indus (Sindhu) die indischen Soldaten geehrt. Zum Sindhu Yatra kommen Menschen vieler Kulturen und Religionen, um die schönen Landschaften von Leh und Ladakh im Himalaya zu besuchen. Gebete am River Sindhu (Indus, er fließt von China weiter nach Pakistan) symbolisieren die vielfältige kulturelle Identität in Ladakh, die Harmonie und friedliche Koexistenz der Religionen und Kulturen in Indien.

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